Baabe bietet viel Spiel Spaß und Entspannung
Bis vor geraumer Zeit erlebte jeder Gast und Besucher Rügens den Übergang von der Granitz auf die im Südosten Rügens gelegene Halbinsel Mönchgut ohne irgendwelche Zeichen und Hinweise. Jetzt ist am Ortseingang von Baabe auf der Bundesstraße B 196 bei der Fahrt durch das Mönchgut-Tor kein Zweifel mehr möglich. Wer in dem fast 750 Jahre alten ehemaligen Fischerdorf Baabe mit dem "Rasenden Roland" anreist, erblickt das Tor kurz vor der Einfahrt in den Kleinbahnhof. Auf der Halbinsel Mönchgut verschmelzen Wasser und Land so in einander, wie an keiner anderen Stelle der Insel.Diese vielfältig, idyllisch-romatische Landschaft war während des Mittelalters in Besitz der Zisterziensermönche aus dem Kloster Eldena bei Greifswald. Abgeschottet vom Hauptteil der Insel Rügen, entwickelte sich hier mit der Büdnerei eine separate Fischer-Bauern-Kultur. Die Verwandlung zum beliebten Badeort erfuhr Baabe um 1896, als offiziell die ersten Badegäste registriert wurden. Heute im Biosphärenreservat Südost - Rügen, einer in Europa einzigartigen Landschaft, die von der Eiszeit geformt und vom Menschen seit der Steinzeit geprägt worden ist gelegen, findet der Besucher in Baabe neben der vielerorts bewahrten rohrgedeckten häuslichen Ursprünglichkeit und Stille, beiderseits der Bummelallee bis hinunter zum Kurpark eine moderne Infrastruktur. Diese ist darauf ausgelegt, vom saisonalen Massentourismus Abstand zu nehmen und eine nachhaltig umweltverträglichere Form des Fremdenverkehrs in höherer Qualität zubieten. Die Naturausstattung ist ebenso vielgestaltig wie das kulturhistorische Erbe, das von den Großsteingräbern über ländliche Siedlungsformen und die Bauten der Fürsten zu Putbus bis zur wilhelminischen Bäderarchitektur reicht. Seit 1998 ist Baabe staatlich anerkanntes "Seebad" und integriert in ein heilklimatisch wissenschaftlich anerkanntes Terrain-Kur-Wegenetz. Hinter dem Kiefern-Küstenwald verbirgt sich eines seiner natürlichen Kleinode: der 2 Kilometer lange feinsandige weiße Ostseestrand, der wie nirgends anders auf Rügen eine solche Breite aufweist. Ideal zum Wandern bis hinüber zur Seebrücke nach Sellin, oder auf der Gegenroute bis nach Göhren. Und natürlich zum Baden, Surfen und Tretbootfahren, denn hier beträgt die mittlere Sonnenscheindauer 1.874 Stunden jährlich, wobei das Ostseebad Baabe in der regenärmsten Region der Insel Rügen liegt. Der sanft abfallende Badestrand ist bei Familien mit Kindern besonders beliebt, denn hier können die Kleinsten unbekümmert planschen und die Großen sich unbeschwert erholen! Das zweite Kleinod befindet sich am Baaber Bollwerk. Der Hafen an der Baaber Bek zwischender Having, einem Ausläufer des Greifswalder Boddens, und dem Selliner See, ist Startpunkt für die kleinste Fähre Deutschlands. Die knapp zwei-bis dreiminütige Fahrt mit dem Ruderboot hinüber zur Moritzburg ist ein unbedingtes Muß für alle Gäste und Besucher. Einmal am Bollwerk zu Gast, vermittelt in den Sommermonaten eine Fahrt mit der Zeese "Schwat Johann" das Flair früheren Fischerdaseins. Nur wenige der seinerzeit auf den Boddengewässern so zahlreichen Zeesboote als unentbehrliches Arbeitsmittel der Fischerei, sind heute noch in ganz Vorpommern in so gut erhaltenem Zustand zu finden. Das Mönchguter Küstenfischermuseum präsentiert an der Zufahrt zum Baaber Bollwerk aufrund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche unter freiem Himmel mehrere Boote, darunter den auf Rügen schon fast legendäre Kutter "Ossi", Arbeitsgeräte der Küstenfischer, Aal- und Kummreusen sowie viele weitere Exponate und zahlreiche Bilder auf einer übersichtlichen Schautafel. Der Clou: Es gibt keine festgelegten Öffnungszeiten - die Pforte ist offen und folglich kostet der Eintritt nichts. Rund um die geschuppten Flossenträger dreht sich auch alles beim alljährlichen Heringsfest im Frühjahr und dem Reusenfest im Sommer. Hier gibt es beim beliebten "Aalgriepen", immer garniert mit reichlich "Köm", Musik, Tanz und allerhand anderweitiger Unterhaltung zwischen den von Fischern aufgestellten Netzen und Reusen, gute Laune nonstop. Dazu tragen natürlich auch die überall angebotenen Fischgerichte nach guter alter Mönchguter Art bei. Außer bei Volker Jordan in der Strandstraße, der sich in seiner "Böhmischen Schenke" den kulinarischen Eigenheiten zu KuK-Zeiten hingebungsvoll widmet. Dem Nationalgemüse Rügens hat sich der Baaber Hotelier Dieter Kraatz gewidmet. In seiner Kohlfibel verrät er viel Wissenswertes rund um die Zubereitung des auf Rügen so prächtig gedeihenden Kohlgemüses und geizt auch nicht mit Ratschlägen für die interessierte Hausfrau; respektive den Hausmann. Daß Kraatz in seinem Hotel absolut keine Raucher duldet, dürfte der Gesundheit ebenfalls nicht abträglich sein. Sich gesünder und aktiver fühlen steht auch im neuen F.X. Mayr Gesundheitszentrum als Credo an oberster Stelle. Die Annehmlichkeiten eines Urlaubes am Meer mit einer Kur zu verbinden und dabei die körperliche Regeneration von Innen und Außen zu erfahren, ist ausdrückliche Philosophie des Hauses. Der österreichische Arz tF.X .Mayr (1875-1965) entdeckte Anfang des letzten Jahrhunderts, daß eine Vielzahl von Beschwerden und Zivilisations -krankheiten durch Störungen im überforderten Verdauungsapparat entstehen können .Eine Mayr-Kur ist also mehr als nur Fasten, mehr als die bekannte Milch-Semmel-Diät. Als reinigende Kraft von Innen wirkt sie Streß und Alltagserkrankungen (Übergewicht, Verdauung, Stoffwechsel) entgegen. Seit dem Jahr 2004 steht in Baabe der Neubau des "Haus des Gastes" mit umgebender Freizeitanlage, sowie die Rekonstruktion von Bahnhof, Freilichtbühne, Kurpark und Bodendenkmal "Mönchgraben" auf dem innerörtlichen Gestaltungsprogramm. Weitere Meilensteine in der touristischen Entwicklung des kleinen, aber feinen Ostseebades, die für Gäste und Besucher den Aufenthalt hier noch attraktiver machen werden.